Nicole Kreativ Galerie

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Texte & Geschichten 

Und er kam um die Welt zu malen 

Und er kam, um die Welt zu malen.
Dabei überlegte er,...
welche Farben konnte man ihnen geben.
Er nahm das Grün,
für die Hoffnung...
wie sich die Natur mit den Menschen vereinte.
Er nahm das Blau,
es wirkte so beruhigend...das Wasser... es verbindet den Himmel, die Ferne und die Weite von Landschaften.
Nun fehlte noch etwas Gelb
und etwas Weiß.

Das Gelb für  Lebendigkeit, Freude, Optimismus, Weisheit, Ewigkeit oder Freiheitsdrang,...

und das Weiß...
die Farbe der Reinheit, für die Summe aller Farben.

Vielleicht auch einfach für die Summe aller Menschen
❤️

©Nicole Kreativ Galerie
Niederkrüchten
Nordrhein-Westfalen

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In einem neuen Leben 

Treue Kinder Augen muss man schützen, für sie da sein, immerzu...

Keine Gier, keine Macht, keine Gewohnheit...

Zusammenhalt, Geborgenheit... so sollte jedes Leben beginnen, denn nur das, was Du gibst... gibt Wärme ein Leben lang 

❤️


Jaqueline lag in den Wehen, die Schmerzen waren fürchterlich, doch dieses Geschenk was sie dafür bekommen sollte, ließ sie den Schmerz vergessen.

Sie war alleine, Peter, ihr Ehemann, war mal wieder auf Dienstreise. Als sie darüber nachdachte, umspielte für einen Moment ein verbittertes Lächeln ihren Mund.

Peter war häufig auf Dienstreisen, er hatte vor 15 Jahren eine kleine Mode Kette aufgebaut. Mittlerweile war das Unternehmen in der Mode Branche so etabliert, das sie beide einen hohen Lebensstandard hatten, aber Jaqueline wollte diesen Luxus nicht. Sie kam aus einfachen Verhältnissen und ihr war es wichtiger, die Geborgenheit einer Familie zu spüren, als das arrogante und machtgierige Verhalten, einiger sogenannter Freunde.

Peter war anders geworden in den letzten Jahren... er wurde wie sein Bekanntenkreis.

Jaqueline hatte schon mehrfach darüber nachgedacht, sich von ihm zu trennen. Aber Peter hatte ihr sehr deutlich gezeigt, das er das nicht akzeptieren würde. Die blauen Flecken auf ihren Oberarmen waren zwar schon sehr verblasst, doch schaute man genau, sah man sie noch. 

Peter,... du bist ein Fremder für mich geworden, dachte sie und eine Träne, lief ihr die Wange hinab.

Aber dieses kleine Wesen in ihr, gab ihr Kraft. Um 0.55 Uhr erblickte ein kleines Mädchen, das Licht der Welt. Melissa, so sollte die Kleine heißen, ein prächtiges vor Gesundheit strotzendes Wesen. 

Man legte Jaqueline, diese kleine Schönheit in die Arme. Sie weinte vor Glück. Plötzlich, wurde ihr übel,.. etwas in ihrer Brust spielte Verrückt. Jaqueline sah noch, wie man die kleine Melissa von ihr weg nahm. Sie wollte schreien, aber es ging nicht, denn eine Dunkelheit übermannte sie,... und sie fiel in einen tiefen Schlaf. 

2 Jahre später

Marie lief der kleinen Melissa hinterher. Die Kleine war ein richtiger Wirbelwind. An manchen Tagen fiel Marie nur noch total übermüdet ins Bett. 

Seit ihre Schwester Jaqueline ins Koma gefallen war, das war jetzt schon ganze zwei Jahre her, kümmerte sie sie sich, um ihre kleine Nichte. Sie liebte dieses Kind über alles, war es doch, ein Stück Familie für sie. Niemand wusste, ob ihre Schwester je wieder wach werden würde, große Hoffnung hatten die Ärzte nicht. 

Peter, Jaquelines Mann, hatte sehr schnell das Interesse an seiner kleinen Tochter verloren. Marie mochte ihn nicht. Er war in ihren Augen oberflächlich und nur auf Erfolg aus. 

An einem Tag im Januar, klingelte es an der Türe. Marie öffnete und vor ihr standen mehrere Polizeibeamte. Sie räusperten sich. 

"Entschuldigen sie die Störung, aber sind sie die Schwägerin von Peter Merbach und die Schwester von Jaqueline Merbach?" Marie spürte wie eine Nervosität sie befiel. "Ja, das bin ich. Ist etwas mit meiner Schwester?" Der Beamte räusperte sich erneut... "Nein, aber ich muss ihnen trotzdem mein Beileid aussprechen. Ihr Schwager ist bei einem Flugzeugabsturz in Dänemark ums Leben gekommen. Er war in Begleitung einer jungen Frau, die wir noch nicht identifizieren konnten. Wissen sie, wer das vielleicht sein könnte?"Marie drehte sich der Magen rum, Peter, dieser Schuft. Sie sagte dem Beamten, das sie ihm nicht weiterhelfen könne, drehte sich um und ging rein. Tausend Gedanken kreisten in ihrem Kopf. 

Ihre Schwester im Koma, Peter tot,... was sollte aus der kleinen Melissa werden. Gleich morgen wollte sie einen Anwalt einschalten, um das Sorgerecht für ihre Nichte zu beantragen. 

1 Jahr später 

Marie hatte einen wunderschönen Tag mit Melissa verbracht. Die Kleine ging mittlerweile in den Kindergarten und Marie war mittlerweile zum Vormund von Melissa eingesetzt worden. Bis zu deren 18 Lebensjahr, verwaltete sie auch das Vermögen von Peter und Jaqueline, da es keine weiteren Angehörigen gab. Morgen wollten sie wieder zu Jaqueline, drei Jahre war es nun schon her. Sie vermissten sie so. 

Marie fragte sich jedesmal, ob ihre Schwester merkte, wenn sie beide sie besuchten. 

Mellissa redete immer mit ihrer Mutter. Marie war es wichtig, das Melissa, ihre Mutter kannte, auch wenn diese im Koma lag. Marie hatte veranlasst, das ihre Schwester zu ihnen nach Hause kam. Alle nötigen Vorbereitungen waren schon getroffen, da Jaqueline rund um die Uhr gepflegt werden musste. 

Als sie am nächsten Tag nachmittags bei Jaqueline eintrafen, herrschte rege Hektik. Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern liefen aufgeregt durch Jaqueline's Krankenzimmer. Eine Krankenschwester hatte gesehen, das Jaqueline ihre Hände bewegt hatte und ein Murmeln sich ihrer Kehle entrang. Man schickte Marie und die Kleine in das Wartezimmer. 

Melissa war in einem Alter, wo sie begann zu verstehen. "Mami Marie, was ist mit meiner Mama" muss sie jetzt zum lieben Gott?" 

Melissa begann zu heulen, Marie, die selbst mit ihren Tränen zu kämpfen hatte, umarmte die Kleine und drückte sie liebevoll an sich. "Mein Schatz, ich weiß es nicht, wir müssen warten, hab keine Sorge, ich werde dich nie alleine lassen." Eng an Marie geschmiegt, schlief Melissa irgendwann vor Erschöpfung ein. 

Am Abend kam eine Krankenschwester zu ihr und bat sie zu einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt ihrer Schwester. "Wir haben Hoffnung," sagte er, "nur können wir nicht abschätzen, welche gesundheitlichen Folgen, dieses lange Koma hat." 

Marie erlebte dieses Gespräch, wie in einem Traum. Jahrelang hoffte sie nun schon, das ihre Schwester wieder erwachen würde. Gab es einen gerechten Gott. Sie wünschte es sich so sehr. Zwar war ihr klar, das sie dann Melissa zu ihrer Mutter geben musste, wenn diese wieder gesund wurde. Aber sie liebte dieses kleine Kind so sehr, daß es sie zwar mit Schmerz erfüllte, aber für Jaqueline und Melissa ertrug sie dieses Leid von Herzen, gerne. 

Drei Wochen später durfte Jaqueline nach Hause, zu Marie und ihrer kleinen Tochter Melissa. Zwar würde es noch lange dauern, alles neu zu erlernen, doch sie war auf einem guten Weg. 

An einem Tag fragte sie mit brüchiger Stimme: "Peter... wo ist er, ich weiß nicht, was passiert ist." Marie wusste nicht, wie sie es ihrer Schwester beibringen sollte, das Peter Tod war und zum Zeitpunkt seines Todes schon seit 5 Jahren eine junge Freundin hatte. Als sie bei dem Flugzeugabsturz mit Peter ums Leben kam, war sie im 5 Monat schwanger gewesen. Peter hatte Jaqueline über Jahre betrogen. 

All das wollte sie ihrer Schwester nicht sagen, warum Wunden bereiten, wenn es diese Menschen nicht mehr gab.So erzählte sie ihrer Schwester nur von dem Flugzeugabsturz und als sie sah, das Jaqueline einen bitteren Mundzug bekam, der einem Lächeln wich, wunderte sie sich. 

Jaqueline hatte es niemanden erzählt, das Peter sehr jähzornig war. Sie trug dieses Leid immer mit sich alleine. Nun... war sie frei... 

Sie hatte ihre kleine Tochter und sie hatte ihre Schwester. 

Es dauerte noch ganze zwei Jahre bis Jaqueline wieder ganz hergestellt war, eine schwere Zeit, doch auch eine Zeit der Hoffnung. 

An Melissa's sechstem Geburtstag ging Jaqueline mit ihrer Tochter, ihrer Schwester und deren neuen Freund Matt, gemeinsam in den Zoo. Matt, hatte seinen Bruder mitgebracht. Mark, ein sehr sympathischer Mensch. Glücklich nahm sie ihre kleine Tochter an die Hand.

Die Sonne schien,... und eine neue Zukunft begann. 

❤️

©Nicole Kreativ Galerie


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